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Aktuelles

 

Beim Studientag „Die ökosoziale Marktwirtschaft – von der Vision zur Realität“ der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) der Diözese St. Pölten begrüßte deren Vorsitzender Josef Riegler seinen Namensvetter Josef Riegler, Vizekanzler i. R., im Pfarrsaal von Amstetten-St. Stephan als Referenten. Dabei stellte man sich die Frage, wie das Pariser Klimaziel erreicht werden kann. Der frühere Vizekanzler skizzierte seine Vorstellungen einer ökosozialen Marktwirtschaft – der ehemalige Spitzenpolitiker gilt als einer der Vordenker dieser Wirtschaftsform. Diese positionierte Josef Riegler schon 1989. Der langjährige ÖVP-Politiker setzt sich seit vielen Jahren für die Global-Marshall-Initiative ein, die sich als integrative Plattform für eine Welt in Balance versteht. Es gehe dabei um den Ausgleich verschiedener Interessen: Klima, Wirtschaft, die Armen usw. Ziel sei es, Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

 

Mit diesem Thema lud die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung in Zusammenarbeit mit der AK-NÖ, des ÖGB-NÖ und dem Katholischen Bildungswerkes zu einem Vortrags- und Diskussionsabend nach Amstetten ein. Frau Univ. Profin. Drin. Barbara Prainsack schrieb unter diesem Titel ein lesenswertes Buch und beschäftigt sich darin mit der Frage: „Warum wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) brauchen“. Sie ist die Leiterin des Institutes für Poltikwissenschaft der Universität Wien und begehrte Interviewpartnerin zu diesem Thema in den Medien.

Foto: Kirche bunt, W. Zarl / vorne: Barbara Prainsack, von links: Helmut Novak, Axel Isenbart, Christine Weninger, Christian Haslauer, Ulrich Schilling, Josef Riegler
 

Im Rahmen eines würdigen Festaktes wurde am Wochenende in der Bibliothek des Stiftes Altenburg an Josef Gruber, Schwester Karina Beneder und Josef Mautner die Preise für ihre besonderen Bemühungen und Dienste um die katholische Soziallehre von der Papst-Leo-Stiftung verliehen.

Bischof Alois Schwarz konnte den drei Preisträgern die Urkunden und Papst-Leo-Statuen überreichen, und freute sich dass die Soziallehre nicht nur ein Wissensgebiet ist, das unterrichtet wird, sondern das gelebt wird. „Papst Franziskus schreibt, es ist zu wenig nur Nachbarn zu sein. Wir müssen Geschwister werden, so wie er in seiner Enzyklika „fratelli tutti“schreibt. Es ist unsere Aufgabe, Geschwister zu werden. Durch die Preisträgerin und die Preisträger erfahren wir, dass es Menschen gibt, wo andere erfahren - ich bin Bruder oder Schwester geworden.“

Als treibende Kraft bei den vielen Sitzungen und unzähligen Preisverleihungen ehrte der Vorsitzende des Kuratoriums Abt Thomas Renner in seiner Laudation Roman Fröhlich. Das Kuratorium beschloss den einmaligen Sonderpreis, den „Ehren-Leo“, an Roman Fröhlich für sein Lebenswerk rund um die katholische Soziallehre zu überreichen. Dies tat dann auch Johann Wimmer, ebenfalls Kuratoriumsmitglied, und überreichte den Preis: „Die Kirche lebt aus der Geschichte und erzählt Geschichten. Das Leben von Roman Fröhlich erzählt viele Geschichten von Engagement für die Kirche, die Kirche in der Arbeitswelt. Auf Augenhöhe, Geschwisterlichkeit und Unentgeltlichkeit hat Roman Fröhlich sein Leben für das Evangelium und Miteinander mit Arbeiterinnen und Arbeitern eingesetzt. Dieser Ehren-Leo möge von diesen Geschichten erzählen.“