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PreisträgerInnen

1987: Innungsmeister Josef Lins (Vlbg.) für das in seinem Betrieb erfolgreich praktizierte Modell einer Mitarbeiterbeteiligung

1988: die Schuhwerkstatt Schrems (NÖ) als Experiment einer Arbeitnehmer-Selbstverwaltung jugendlicher Arbeitsloser in einem wirtschaftlichen Problemgebiet

1989: Sr. Maria Herlinde Moises (Slzbg.) für ihren Einsatz als Missionsschwester und Entwicklungshelferin in Kolumbien mit starkem gesellschaftspolitischem Engagement

1990: Mag. Karl Rottenschlager (NÖ) für die Gründung und Leitung der Emmausgemeinschaft, die sich um die gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung Haftentlassener, Nichtsesshafter sowie Alkohol- und Drogenabhängiger annimmt

1991: Landesrätin Liese Prokop (NÖ) für ihre Bemühungen um die Familien, insbesondere für die Einführung der NÖ Familienhilfe, und
Univ.-Prof. P. Dr. Johannes Schasching SJ (Rom - Wien) für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Kath. Soziallehre und seine Lehrtätigkeit im In- und Ausland

1993: Hans Riedler (OÖ) als Obmann des Vereines "Arbeitsloseninitiative B7" für die Bemühungen um die Wiedereingliederung von vor allem jugendlichen Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsprozeß im Raume Linz und Ing. Friedrich Walterskirchen (NÖ) für seine Privataktion, Gebrauchtwerkzeuge zu sammeln und Lehrwerkstätten und Dorfgemeinschaften in Tanzania zur Verfügung zu stellen

1995: Josef Bechtold (Vlbg.) als Betriebsleiter des Strumpferzeugers Ölz für die in diesem Betrieb erfolgreich umgesetzte Mitarbeiterbeteiligung und Dolores Bauer (Wien) als Obfrau des Vereines "Solidarität mit Lateinamerika" für die soziale, kulturelle, materielle und politische Unterstützung südamerikanischer Gewerkschaftseinrichtungen

1997: OSR Ingeborg Lentschig und OSR Klaudia Mayr (NÖ) als Obfrauen der "Aktion Lettland" für Hilfstransporte nach Lettland und Bildungsinitiativen für lettische Multiplikatoren, und Manfred Strutzenberger (OÖ) als Vorsitzender der "ARGE ARMUT" für Initiativen für soziale Gerechtigkeit und gegen Armut im In- und Ausland

1999: Landtagspräsident Mag. Edmund Freibauer (NÖ) für das von ihm konzipierte NÖ Wohnbauförderungsgesetz nach sozialen und familienpolitischen Kriterien, und Professor Dr. Dr. Johannes Michael Schnarrer (Wien) für seine Bemühungen um die Kath. Soziallehre in Wissenschaft und Publizistik, insbesondere für die unentgeltliche Übernahme des Lehrstuhls für Ethik und Sozialwissenschaften in Karlsburg (Siebenbürgen, Rumänien)

2001: Die Lehrlingsstiftung Eggenburg (NÖ) für ihr Projekt, Jugendlichen mit theoretischen, praktischen und sozialen Defiziten auf eine Berufslehre vorzubereiten und Lehrstellen zu vermitteln, und das Bildungshaus Betriebsseminar Linz (OÖ) für 37-jährige erfolgreiche Bildungsarbeit auf Grundlage der Kath. Soziallehre für ArbeitnehmerInnen und haupt- oder ehrenamtlich in der Arbeitnehmerpastoral Engagierte.

2003: Landtagspräsident Prof. Ing. Helmut Mader für sein Bemühen, die Intentionen der Katholische Soziallehre in seiner politischen Tätigkeit aktuell umzusetzen, und
Pfarrer Mag. H. Andreas Brandtner für die Initiierung und Leitung der EURO-Jugendakademie, von Jugendbildungshäusern in Oberhöflein und Safov (CZ) und für grenzüberschreitende Kindersommerlager in Langau

2005: Die beiden Preise gingen an den Österreichischen Bauorden und an die Hans-Klingler-Stiftung. Der Österreichische Bauorden organisiert Arbeitseinsätze von freiwilligen Helfertrupps, die aus Jugendlichen verschiedener Herkunftsländer und einem Betreuer bestehen. Grundanliegen der Hans-Klingler-Stiftung ist die Umsetzung christlicher Gewerkschaftssolidarität in Ländern der Dritten Welt sowie in Ost- und Mitteleuropa, basierend auf den Werten der Katholischen Soziallehre.

2007: Die beiden Preise gingen an Thomas Huber aus Ternitz, und an die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Schulschwestern Amstetten. Thomas Huber hat in Eigeninitiative eine Bäckerei in Kinshasa, Kongo, eingerichtet und dort in einem mehrwöchigen Aufenthalt Jugendliche ausgebildet. Die Schüler und Lehrkörper der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Schulschwestern in Amstetten unterstützen seit 2005 durch zahlreiche Aktivitäten ein Kinderzentrum und den Hilfsverein "Charity Viden" in Konotop, Ukraine.

2009: Bei der Kuratoriumssitzung der Papst-Leo-Stiftung am 3. März 2009 wurden die diesjährigen Papst-Leo-Preise an Dr. Bedrich Vymetalík (Brünn), an den em. Bischof Dr. h. c. Maximilian Aichern (Linz) und an das Projekt Megaphon (Graz) vergeben.

2011: Das Integrationshaus Innsbruck , von Dr. Josef Windischer ins Leben gerufen, bietet Unterkunft für Aidskranke, Drogenabhängige, Asylanten und Obdachlose an, versorgt sich dennoch selbst. Das Zusammenleben mit gesellschaftlich gut integrierten Mitbewohnern ermöglicht, Konflikte zu bearbeiten und abzubauen. Wer die Miete nicht bezahlen kann, wird zu hausinternen Arbeiten herangezogen. Angeboten werden auch Beratung durch Sozialarbeiter und Weitervermittlung, darüber hinaus soziale Initiativen in ganz Tirol gesetzt. Alois Reisenbichler bemüht sich seit Jahrzehnten nach seinen Möglichkeiten um einen Dialog zwischen Kirchen und ArbeiterInnenbewegungen, versteht sich aber auch als Brückenbauer zwischen Kath. Kirche und Sozialdemokratie. Dabei bedient er sich immer wieder der Kath. Soziallehre. Sein selbstloser Einsatz für soziale Gerechtigkeit und sein Engagement in der Friedens- und Hiroshima-Bewegung sind beeindruckend.

2013: Das Ehepaar Hermine und Konrad Piok hat vielfältig konkrete Hilfe für Benachteiligte und Schwache im In- und Ausland praktiziert. Beide waren unabhängig voneinander und nach Familiengründung auch gemeinsam als Entwicklungshelfer in fünf Ländern Lateinamerikas tätig. Die Schulgemeinschaft des BRG Waidhofen/Ybbs unterstützt seit 12 Jahren das Wirken von Bischof Dom Alfrede Schäffler in Parnaiba (Brasilien). Durch kreative Aktivitäten können alljährlich ansehnliche Geldbeträge an Bischof Schäffler, einem gebürtigen Waidhofner, für die Betreuung von Straßenkindern in Sozialzentren überwiesen werden. Dieses von Mag. Johannes Kern und Nachfolger Mag. Franz Farfeleder geleitete Projekt möchte vor allem junge Menschen ihre soziale Verantwortung bewusst machen und die Erfahrung vermitteln, dass gemeinsam vieles möglich ist, was man alleine nicht zustande bringt.

2015: Karl Anton Immervoll, Theologe, Schuhmacher und Musiker, ist seit 1983 Betriebsseelsorger für das obere Waldviertel. In dieser Funktion rief er zahlreiche Projekte gegen Arbeitslosigkeit und Abwanderung ins Leben, unter anderem die Waldviertler Schuhwerkstatt (heute GEA), die Emailwerkstatt in Langegg, die Greißlerei in Heidenreichstein, die Ökologische Putzagentur in Groß Siegharts, die Lehrlingssstiftung Eggenburg, die Heidenreichsteiner Arche, die Waldviertler Regionalwährung, ein Solartaxi und Regionalmärkte. Die Initiative Le+O, kurz für "Lebensmittel und Orientierung", wird seit 2009 in zahlreichen Pfarren der Erzdiözese Wien umgesetzt. Als "Hilfe zur Selbsthilfe" wird neben der Ausgabe von wöchentlich sechs Tonnen Lebensmittel an rund 10.000 Bedürftige in zehn Verteilungs- und Ausgabestellen vor allem auch Wert auf ein umfassendes Beratungs- und Orientierungsgespräch gelegt.

2017: Iris Straßer, Präsidentin der Kath. Aktion Kärntens. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Strasser & Strasser Consulting GmbH. Sie initiierte und leitet das Projekt „Verantwortung zeigen!“, das sich seit 2006 bemüht, mit Unternehmen und Organisationen als Partner ein verantwortliches Wirtschaften gelingen zu lassen sowie Wirtschaft und Gesellschaft einander näher zu bringen. 77 namhafte, meist größere Partner haben sich dieser Initiative bereits angeschlossen. Neben vielen anderen Projekten hat Straßer „Genial die Lehre meistern“, ein außerschulisches Jugend-Mentorin-Projekt für Jugendliche mit schwierigen Ausgangssituationen, initiiert. Es hat als Ziel, junge Menschen zu begleiten und während der ersten Berufsphase zu unterstützen.
Jugendpreise 2017: Lydia Steininger war von 2015 bis 2016 im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in Pointe Noire in der Republik Kongo. In einer von den Salesianern Don Boscos geleiteten Pfarre unterrichtete sie unter anderem Kinder und Jugendliche. Seit ihrer Rückkehr versucht sie durch Vorträge und weitere Aktivitäten in Schulen und Pfarren Vermittlerin zwischen diesen Kulturen zu sein. Lydia ist 20 Jahre alt und studiert derzeit Theologie und Literaturwissenschaften. Das „Wissensdurstteam“ wurde 2013 von jungen Menschen gegründet, die auch für andere etwas tun wollten. Seither organisiert das Team, das im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten beheimatet ist, verschiedene soziale Veranstaltungen und Exkursionen für junge Erwachsene im Mostviertel. Das Team zählt sechs Mitglieder im Alter von 23 bis 28 Jahren.

2019:  Es wurde der langjährige Geschäftsführer des AMS Niederösterreich Mag. Karl Fakler ausgezeichnet. Die zwei Jugendpreise gingen an Nikolaus „Niki“ Hofer (er ist seit vielen Jahren in der Jungschar der Diözese St. Pölten engagiert und derzeit einer der ehrenamtlichen Vorsitzenden) und an die HLUW Yspertal, die schon langedas Projekt Patenkinder der Firma EPM unterstützt.