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60 Jahre Gedenkwallfahrt nach Mariazell

600 Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung und Arbeiterjugend feierten Gedenken an historisches Glaubensfest mit Arbeiterpriester Joseph Cardijn am 29. Mai 2014 in Mariazell

Mit einer großen Gedenkwallfahrt nach Mariazell hat die "Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung Österreichs" am Fest Christi-Himmelfahrtstag an ein historisches Glaubensfest vor 60 Jahren erinnert: 1954 nahmen mehr als 7.000 Arbeiterinnen und Arbeiter in dem Wallfahrtsort an einer Messe mit dem belgischen Arbeiterpriester Joseph Leon Cardijn teil. Sie setzten dabei ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen hinter dem "Eisernen Vorhang" und stellten "schweigende Kerzen" für alle Länder unter damals kommunistischer Herrschaft auf, um für Freiheit und Menschenwürde einzutreten.
Bei der diesjährigen Gedenkwallfahrt wurden die Kerzen wieder entzündet. Gefeiert wurde zudem das Jubiläum des KAJ-Solidaritätsmarsches nach Mariazell, der 1954 ins Leben gerufen worden war. Die Katholische ArbeiterInnenjugend der Diözese St. Pölten pilgerte heuer zum 60. Mal für einen sozialen Zweck nach Mariazell.

Hoffnung auf Frieden hat sich erfüllt
Den Jubiläums-Gottesdienst in der Basilika Mariazell zelebrierte der Kärntner Bischof Alois Schwarz, Referatsbischof für die KAB, gemeinsam mit dem früheren Linzer Bischof Maximilian Aichern. Die große Hoffnung von 1954 auf Frieden in den unterdrückten Ländern habe sich erfüllt, sagte Bischof Schwarz. Er verwies aber auch auf die schwierige Lage von Christen im heute noch kommunistischen China.
An die KAB-Vertreter appellierte er, wie Jesus zu den Menschen zu gehen und sie für die Liebe Christi zu begeistern. Das könne eine globalisierte Solidarität auslösen. Katholische Arbeiter und Arbeitnehmer müssten bei Ungerechtigkeiten aufstehen und dürften darin nicht müde und mutlos werden: "Lassen wir den Diamanten der Katholischen Arbeiterbewegung in unserem Land leuchten. Am Tun der KAB sollten die Menschen erkennen, dass Gott mit den Menschen ist."

"Verheutigung des Evangeliums" notwendig
Bischof Aichern betonte, dass eine "Verheutigung des Evangeliums" notwendig sei. Gerade angesichts der Macht von Großkonzernen seien Kooperationen und Solidarität unter Arbeitnehmern wichtig. Glaube und sozialpolitisches Engagement gehörten jedenfalls zusammen, unterstrich er.

Maria Etl, Bundessekretärin der KABÖ