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1200 Jahre Diözese Hildesheim - eine Reise zur KAB-Partnerdiözese

Freundschaften müssen gepflegt werden. Noch dazu zu so einem besonderen Jubiläum. Grund genug für eine Begegnung mit unseren Freundinnen und Freunden im Norden Deutschlands.
Am ersten Tag musste eine Strecke von 800 km bewältigt werden, so ging es bereits um 5 Uhr in Amstetten los. Pater Franz Kniewasser gab uns den Reisesegen. Auch die weiteren Tage wurden von ihm mit einem Morgengebet eingeleitet. Das erste Ziel war Hannover, wo unser Hotel für die nächsten 5 Nächte war. Dieser Tag war geprägt durch mehrere Staus, wodurch wir mit einer dreistündigen Verspätung das erste Tagesziel erreichten. Aber damit genug der Unannehmlichkeiten, der Rest der Woche verlief ohne Zwischenfälle.

Herzlicher Empfang durch die KAB-Hildesheim
Am Montag den 18. Mai, die Reise dauerte bis Samstag den 23. Mai, ging es in die Pfarre St. Mauritius, wo wir von der KAB-Hildesheim herzlich empfangen wurden. Die Überraschung gelang, als uns ein Bänkelsänger von den Moritaten der Einheimischen erzählte. Anschließend wurden wir vom Küster Arthur Grobmeier durch das ehemalige Kloster mit einem schönen Innenhof geführt. Die Besteigung des Turmes belohnte uns mit einem großartigen Blick über die Stadt. Der Höhepunkt des Nachmittags war die Besichtigung des renovierten Domes. Das Weltkulturerbe bietet eine Vielzahl von sehenswerten kulturhistorischen Attraktionen. Beeindruckend ist der 2-stöckige Kreuzgang im Innenhof, wo auch der „1000-jährige“ Rosenstock zu sehen ist. Es gäbe noch vieles davon zu berichten, aber es wartete noch die Michaeliskirche und die Andreaskirche auf uns. Nach so viel Kultur vergönnten wir uns auf dem wunderschönen Hauptplatz noch ein Bier oder ein Eis.
Am Dienstag ging es zur Besichtigung der VW-Autostadt nach Wolfsburg. Eingebettet in eine wunderschöne Parklandschaft und in einer modernen Architektur wird die Geschichte des Automobilbaus dargestellt. Am Standort gibt es Arbeitsplätze für 60.000 Menschen, weltweit sind es ca. 600.000! Das nächste Ziel ist das ca. 30 km entfernte Städtchen Gifhorn. Hier konnten wir auf einem großen Gelände 16 Wind- u. Wassermühlen aus verschiedenen Ländern besichtigen. Bevor wir den Rundgang starteten, gab uns die Tochter des Begründers einen interessanten Einblick in die verschiedenen Bauarten der Mühlen. Den Rundgang beendete die Besichtigung einer Russisch-Orthodoxen Kirche.
Besichtigung der Sozialprojekte „Labora“ und „Sozialer Mittagstisch“
Der Mittwoch stand im Zeichen mehrerer Sozialprojekte, bei denen die KAB beteiligt ist. Erste Station war die Jugendwerkstadt Hildesheim, wo ca. 40 Jugendliche in sozialen Notsituationen aufgefangen werden. Dann ging es zur Pfarre „Der gute Hirte“, wo täglich ca. 140 Menschen um 50 Cent ein warmes Mittagessen bekommen. Weitere Projekte sind die Beratung von jungen Menschen für den Einstieg in das Berufsleben und ein Markt mit günstigen neuen bzw. gebrauchten Möbel. Es war sehr beindruckend, was hier für bedürftige Menschen geleistet wird. Nachmittags gab es ein Treffen auf KAB-Vorstandsebene, wo wir uns über die aktuellen Themen und Aktivitäten austauschten. Ein Schwerpunkt war auch der Bericht von Präses Willi Paulus über die Neustrukturierung der Pfarren in der Diözese. Die restlichen Teilnehmer der Reisegruppe besichtigten in der Zwischenzeit unter Führung von Kurt Schmidt das Diözesanmuseum bzw. machten einen Stadtrundgang.
Lengende war unser nächstes Ziel am Donnerstag. 1963 wurde diese Stadt weltbekannt durch das „Wunder von Lengede“. Hier konnten nach 14 Tagen noch 11 bereits aufgegebene Bergleute gerettet werden. Der Einblick in die Anlage eines Bergwerkes und die Schilderung der Rettungsaktionen war sehr bewegend. Nachmittags stand der Dom von Braunschweig, Begräbnisstätte von Heinrich dem Löwen und seiner Gattin am Programm. Zum Abschied lud uns die KAB-Hildesheim zu einem Grillabend im Pfarrheim St. Mauritius ein. Der Bänkelsänger gab wieder sein Bestes, es wurde gesungen und über gemeinsame Erlebnisse geplaudert. Mit einem gegenseitigen Dankeschön und dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens verabschiedeten wir uns voneinander.
Wir verlassen Hannover und fahren zum nächsten Reiseziel Bamberg. Nach einem neuerlichen Stau wurden wir durch die Besichtigung der wunderschönen alten Stadt Bamberg und dem Dom mehr als entschädigt. Auch dem Geheimtipp „Schlenkelas Rauchbier“ konnte die Gruppe nicht widerstehen.
Bei der Heimreise machten wir einen Abstecher nach Osterhofen im Bayrischen Wald, wo eine sehenswerte Barockkirche besichtigt wurde. Beim Mittagessen in einem griechischen Restaurant gab es einen gemütlichen und kulinarisch hervorragenden Abschluss unserer Reise. Auf den letzten km im Bus erfreute uns noch Sepp Sieberer mit einer launigen Zusammenfassung der Erlebnisse dieser schönen Woche.
Dank gebührt der umsichtigen Reiseleitung durch Erwin Burghofer und vor allem Karl Ebner für seine in gewohnt angenehmer Art und Weise vorgetragenen Reisekommentar, wodurch die Reise zu einem tollen Erlebnis wurde. Viel dazu beigetragen hat auch die gute Gemeinschaft der ReiseteilnehmerInnen. Besonders bleibt uns aber die herzliche Aufnahme und Begegnung mit unseren Hildesheimer KAB-Freunden und Freundinnen in Erinnerung. Die bereits 29-jährige Partnerschaft konnte durch diesen Besuch weiter vertieft werden.
Josef Riegler