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Scharfe Kritik aus der Diözese St. Pölten an TTIP

Kirchliche Organisationen der Diözese St. Pölten engagieren sich entschieden gegen das Transatlantische Handelsabkommen TTIP. TTIP diene nur einem sehr kleinen Teil der Menschen, so Erwin Burghofer von der Katholischen ArbeitnehmerInnen-Bewegung der Diözese St. Pölten. Die Grundsätze der christlichen Soziallehre würden nicht annähernd bedacht. „Das größtmögliche Wohl aller, Gemeinwohl, Gerechtigkeit sowie Demokratie sind jedweder Handels- oder Zollerleichterung voran zu reihen“. Kritisiert wird, dass das Abkommen kaum positive Auswirkungen, aber "verheerende soziale Folgen" mit sich bringen würden.

Burghofer sieht durch TTIP das geltende Arbeits- und Sozialrecht in Frage gestellt; weiters wäre das angedachte Klagerecht für ausländische Investoren ein „massiver Angriff Staaten und Demokatien“. TTIP bedrohe die Lebensmittelsicherheit und die bäuerliche Landwirtschaft nicht nur in Österreich und in Europa sondern auch in den USA. Die großen Konzerne auf beiden Seiten des Atlantiks betrachten Lebendmittelstandarts als Handelshemmnis, die mit dem Abkommen aufgeweicht werden sollen. "Handel zum alleinigen Zweck der Profitmaximierung geht im Bereich der Landwirtschaft immer auf Kosten von Mensch und Umwelt“, mahnt Burghofer.

Kirchlicherseits wurden bereits im Herbst und Frühjahr massive Bedenken gegen das Abkommen formuliert und vor drohenden Folgen gewarnt. Katholische Frauenbewegung,  Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung, Welthaus, Katholische Aktion der Diözese St. Pölten engagieren sich im Netzwerk "www.ttip.stoppen.at".