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Sonntagberg: Riesen-Transparent wirbt für arbeitsfreien Sonntag

Foto: Stehend v.l.n.r.: Markus Wieser - AKNÖ-Präsident und ÖGBNÖ-Vorsitzender, Josef Riegler - Diözesanvorsitzender der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung; Thomas Raidl - Bürgermeister der Gemeinde Sonntagberg. Sitzend v.l.n.r.: Thomas Resch - Diakon der Pfarre Böhlerwerk; P. Franz Hörmann OSB - Pfarrer von Sonntagberg; Gabriele Rumpl - Vertreterin das Familienverbandes der Pfarre Sonntagberg; Erwin Burghofer - Koordinator der NÖ-Allianz

„Sonntag – ein Geschenk des Himmels“ – mit dieser Botschaft macht der Katholische Familienverband von Mai bis Juni in einer Kampagne auf den Wert des arbeitsfreien Sonntags aufmerksam. Die Initiative wird breit unterstützt von der „Allianz für den arbeitsfreien Sonntag“. "Sonntag – ein Geschenk des Himmels". Ein Transparent mit diesem Motto wurde von der „Allianz für den arbeitsfreien Sonntag“ auf einem Baugerüst an der Basilika auf dem Sonntagberg entrollt.
 
Erwin Burghofer, Koordinator der "Allianz für den arbeitsfreien Sonntag" in Niederösterreich, betont: "Das Engagement in der Allianz für den freien Sonntag geht über ideologische Grenzen hinweg. Über 50 Organisationen österreichweit sind darin vertreten."

Bei der Basilika trafen sich Persönlichkeiten aus der Pfarre und der Gemeinde Sonntagberg. Der Pfarrer von Sonntagberg, P. Franz Hörmann, betont vor allem die Schöpfungsverantwortung des Menschen. "Im Buch Genesis 2,3 heißt es: Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk."

Thomas Raidl, Bürgermeitser der Gemeinde Sonntagberg: "Bei aller Wichtigkeit des arbeitsfreien Sonntag, ist auch all jenen zu danken, die am Sonntag arbeiten, z.B.: medizinisches Personal, Journalisten, Angestellte im öffentlichen Verkehr, Polizistinnen und Polizisten, Beschäftigte im Gastgewerbe und viele andere".

Auch der aus der Gemeinde Sonntagberg stammende Arbeiterkammer Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser war gekommen, um der Forderung nach dem arbeitsfreien Sonntag Nachdruck zu verleihen: "Der arbeitsfreie Sonntag ist für ArbeitnehmerInnen ein Tag der verdienten und notwendigen Erholung, des Ausgleichs und der Familie. Sonntags- und Feiertagsruhe muss gesetzlich geschützt bleiben. Bestehende Ausnahmen sind laufend auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Und es ist völlig klar, dass Sonn- und Feiertagsarbeit ein höheres Entgelt als Normalarbeitszeit hat", so Wieser.

Gabriele Rumpl, Vertreterin des Katholischen Familienverbandes, betonte : "Der arbeitsfreie Sonntag prägt für große Teile der Bevölkerung das gesellschaftliche, religiöse, kulturelle und familiäre Zusammenleben".

Thomas Resch, Diakon der zur Gemeinde Sonntagberg gehörenden Industriepfarre Böhlerwerk, erklärte: "Der Sonntag muss ein gemeinsamer freier Tag bleiben, an dem die Familienmitglieder ihren gemeinsamen familiären Bedürfnissen nachkommen können".

Für die Katholische ArbeitnehmerInnen-Bewegung der Diözese St. Pölten erklärte deren Vorsitzende Josef Riegler: "Der arbeitsfreie Sonntag ist nicht nur ein Geschenk des Himmels, sondern auch ein Meilenstein der Sozialpolitik. Den ArbeitnehmerInnen wird immer mehr Flexibilität abverlangt, umso mehr muss der arbeitsfreie Sonntag erhalten bleiben."

Die "Sonntagberger Allianz" sprach sich auch deutlich gegen die immer wieder diskutierte Ausweitung und Liberalisierung der Sonntagsöffnung in Tourismuszonen aus. So wie der arbeitsfreie Sonntag immer wieder Stürmen ausgesetzt ist, wird auch das weithin sichtbare Transparent die nächsten Wochen jedem Wetter trotzen.

Plakate mit der Aufschrift „Sonntag, ein Geschenk des Himmels“ werden in den nächsten Wochen an Pfarren, Gemeinden und Kooperationspartner geschickt, mit der Bitte, diese aufmerksamkeitswirksam zu platzieren. Parallel dazu gibt es Gratis-Postkarten mit dem Sonntagssujet zu bestellen. Außerdem verleiht der Katholische Familienverband kostenlos drei rund 30 Quadratmeter große Transparente. Pfarren, Gemeinden und Städte, denen der arbeitsfreie Sonntag ein Anliegen ist, können damit Flagge zeigen.

Bestellungen: Katholischer Familienverband der Diözese St. Pölten, Telefon: 02742/35 42 03, E-Mail: info-noe@familie.at