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Papst-Leo-Preise an Karl Fakler, Nikolaus Hofer und die HLUW Yspertal übergeben

Im Rahmen eines Festaktes erhielten am 24. Mai 2019 Mag. Karl Fakler,  Nikolaus Hofer und die  HLUW Yspertal von Bischof DDr. Klaus Küng die Papst-Leo-Preise für besondere Verdienste um die Kath. Soziallehre. Diese Preise werden seit 1987 in zweijährigem Abstand durch die Papst-Leo-Stiftung vergeben. Der Hauptpreis ist mit 2.000 Euro dotiert, die beiden Jugendpreise mit gesamt 1.000,- Euro.

Hauptpreisträger ist Mag. Karl Fakler, langjähriger Geschäftsführer des AMS NÖ. In seiner Laudatio beschrieb Karl Immervoll in pointierter Form, wie der Preisträger immer seinen Blick auf Benachteiligte gerichtet und damit der Option für die Armen entsprochen hat, wie sie die Katholische Soziallehre einfordert. Seine Entscheidungen traf er, wo immer möglich, auf Augenhöhe mit Betroffenen und Einrichtungen, die sich ebenfalls um die Wiedereingliederung von Arbeitsuchenden in den Arbeitsmarkt bemühen. Neben der Verwaltung der NÖ Arbeitsämter versuchte er, neue Ideen aufzugreifen und an ihn herangetragene Projekte ohne Vorurteile zu fördern und sich auch selbst einzubringen. Dabei beschritt er auch unkonventionelle Wege und ließ sich nicht so leicht davon abbringen.

 Jugendpreisträger Niki Hofer, dreiundzwanzigjähriger Student aus Persenbeug, ist seit vielen Jahren in der Jungschar der Diözese St. Pölten engagiert und derzeit einer der ehrenamtlichen Vorsitzenden. Er hat immer wieder Ideen geboren und zu Projekten weiterentwickelt, bei denen sich Jugendliche und junge Erwachsene etwas für ihre Spiritualität oder ihr soziales Denken und Handeln mitnehmen können. „Niki konnte sich immer für Aktivitäten begeistern und diese auch kreativ umzusetzen“, so sein Laudator Martin Schwingenschlögl.

Den Gruppen-Jugendpreis erhielt die HLUW Yspertal für das seit zehn Jahren erfolgreich umgesetzte Projekt Patenkinder. Derzeit werden weltweit in SOS-Kinderdörfern elf Patenkinder betreut. Das ist möglich, weil „alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, wie Laudatorin Cornelia Geiger lobend erwähnte. Unter anderem in Nepal, Togo, Uganda, Ecuador und Südafrika wird dadurch jeweils einem Kind der Schulbesuch und das Führen eines altersgemäßen Lebens ermöglicht. Für die Organisation ist in der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft Yspertal, einer vom Stift Zwettl begründeten Privatschule, eine „Übungsfirma“ eingerichtet worden, die durch Benefizveranstaltungen auch die erforderlichen Mittel erwirtschaftet.

Am Beginn überbrachte Landtagspräsident Gerhard Karner in seinem Interview nicht nur die Grüße der Landeshauptfrau Mikl-Leitner, sondern verwies auch darauf, dass alle im Landtag vertretenen Parteien auf ihre Weise versuchen, Grundgedanken der Kath. Soziallehre in die politische Arbeit einzubinden, das Land aber auch viele soziale Projekte umsetze, beispielsweise die Versorgung von Krankenhäusern in Tansania durch Übermittlung von gebrauchten, aber noch nutzbaren medizinischen Geräten, die von der Landeskrankenhausholding zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Jürgen Maier nutzte sein Statement, um auf soziale Einrichtungen in der Stadt Horn und die gute Zusammenarbeit mit Caritas und Diakonie bei der Betreuung der 120 in Horn ansässig gewordenen AsylantInnen hinzuweisen.

Als weitere Ehrengäste konnten Stiftungs-Vorsitzender Abt Thomas Renner und Moderatorin Sabine Englmaier neben den Preisträgern auch Bischof Klaus Küng, Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, den Direktor der Pastoralen Dienste Hans Wimmer, Faklers Vorgänger, Werner Homrighausen, und seinen Nachfolger Sven Hergovich, Landarbeiterkammer-Generalsekretär Walter Medosch und NÖVPG-Geschäftsführerin Barbara Komarek und viele weitere Amtsträger aus AMS, Politik und Kirche begrüßen. Außerdem verlas Englmaier eine Grußbotschaft von KA-Präsident Armin Haiderer.

Die Preisübergabe nahm Bischof Klaus Küng vor, der zunächst betonte, dass er sich immer wieder freue, unterschiedliche, aber herausragende PreisträgerInnen auszeichnen zu können. Den Preis für Niki Hofer übernahmen stellvertretend seine Eltern, da er derzeit einen Freiwilligendienst in Brasilien absolviert. Am Ende der Preisträger-Interviews bedankte er sich über ein eingespieltes Video persönlich für diese Ehrung. Den Preis für die HLUW Ybbstal übernahmen Professorin Andrea Reber und Schülerin Anja Digruber, den Hauptpreis - Urkunde, Pokal und Preisgeld - konnte Mag. Karl Fakler unter lang anhaltendem Applaus in Empfang nehmen.

Sie alle kamen bei den Statements der PreisträgerInnen zu Wort und konnten dabei auch persönliche Hintergründe und Perspektiven beleuchten.

Umrahmt wurde der Festakt vom St. Georgs-Chor unter Leitung von Katalin Babos und DaChor, geleitet und auf der Gitarre begleitet von Markus Ferstl. Am E-Piano wirkte Leopold Raab mit.

Im Anschluss lud Bürgermeister LAbg. Jürgen Maier zu einem Empfang.

Roman Fröhlich