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Flüchtlinge

 
Foto: NÖN Melk
 

Emmanuel Mbolela gibt Einblicke in das Schicksal tausender Geflüchteter – Buchpräsentationen in Wels, Vöcklabruck, Traun, Steyr und Melk
16.11.2017, 18:00, AK Saal, Hummelstraße 1, 3390 Melk
Emmanuel Mbolela wurde 1973 in der Demokratischen Republik Kongo geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt Mbuji-Mayi Ökonomie, musste jedoch nach kurzer Haft aus politischen Gründen 2002 das Land verlassen.
In seiner autobiographischen Erzählung „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ schreibt er über seine politische Aktivität im Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. >> Einladung

 
 

Bei der Sommerakademie der Katholischen Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB) und der Betriebsseelsorge wurde der Dialog zwischen Kirche und Gewerkschaft gewürdigt. Die dreitägige Tagung thematisierte in Gaming die moderne Arbeitswelt sowie Migranten in den Betrieben. Betriebsräte verschieden großer Unternehmen warnen dabei vor einer Neiddebatte. Neid entstehe vielfach dort, wo es niedrige Löhne gebe, und das treffe dann die Allerärmsten wie Flüchtende.
 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem kirchlichen und gewerkschaftlichen Bereich stellten fest, dass beide noch über ein großes Netzwerk an Ehrenamtlichen verfügten, die sich außerordentlich stark für Kirche oder Gewerkschaft engagieren. Allerdings orte man, dass der Einsatz für Solidarität und für den Nächsten in der Gesellschaft insgesamt zurückgehe. Für beide Organisationen gelte: Sie seien gut in Fragen der Barmherzigkeit etwa zugunsten von Einzelnen, aber könnten keine gerechten Strukturen mehr schaffen. Vielfach könne man aber auch Erfolge zugunsten von Ärmeren oder Unterdrückten nicht mehr gut kommunizieren. Kirche und Gewerkschaften wüssten um diese Schwächen und würden daran arbeiten, sich wieder verstärkt für gerechtere Strukturen einzusetzen.

 
 
 

Als christliche Sozialbewegung setzen wir uns für eine menschenwürdige Gestaltung der Arbeitswelt ein. Seit Jahren ist es der KAB ein großes Anliegen den Arbeitsmarktzugang von AsylwerberInnen zu fordern und deren „Recht auf Arbeit“ einzumahnen. In der vorliegenden Ausgabe von Zeitzeichen widmen wir uns diesem Themenkomplex. ZeitZeichen ist kostenlos unter kab.stpoelten@kirche.at oder unter 02742/324-3377 zu bestellen. >

>> Download ZeitZeichen Teil 1
>> Download ZeitZeichen Teil 2

Derzeit positionieren sich europäische Staaten und NGOs unterschiedlich, was die Zulassung von Asylsuchenden zum Arbeitsmarkt betrifft – entsprechend unterschiedlich fällt auch die Antwort auf diese grundsätzliche Frage aus.

Titelseite des Magazins ZeitZeichen der KAB
 

Gut besucht war ein Vortragsabend zu Asylgegebenheiten in Österreich der Kath. Arbeitnehmerbewegung Horn – Gars gemeinsam mit dem Kath. Bildungswerk Gars am 20. November im Pfarrheim Gars. Anhand einer PowerPoint-Präsentation gaben Elisa Kerschner und Kevin Kroemmer von der Diakonie NÖ West einen Überblick über das Asylverfahren und das Grundversorgungssystem in Niederösterreich.

Weltweit gibt es derzeit 59,5 Millionen Flüchtlinge, davon sind 38,2 Millionen Binnenflüchtlinge. Bis Jahresende werden in Österreich voraussichtlich 90.000 Asylanträge gestellt worden sein. Flüchtlingsstatus erhalten nur Personen, bei denen der Heimatstaat keine Sicherheit garantieren kann. Zu unterscheiden ist zwischen legaler und illegaler Einreise (ohne Visum). Wird ein Asylantrag gestellt, werden von den österr. Behörden die Asylgründe geprüft, der Flüchtling erhält eine weiße Karte und nur Grundversorgung, aber keine Arbeitserlaubnis. Asyl-Ausschlusskriterien sind innerstaatliche Fluchtalternativen, Beteiligung an Kriegs- oder anderen Verbrechen und Gefahr für Österreich. Die Grundversorgung finanzieren Bund und Land, sie beinhaltet Unterkunft und Verpflegung (3 mal Essen pro Tag), Krankenversicherung, ein Taschengeld von 40,- Euro pro Monat und ein Bekleidungsgeld von 150,- Euro im Jahr. Bei Eigenverpflegung werden 5,50 Euro pro Tag ausbezahlt.

Kevin Kroemmer und Elisa Kerschner (Diakonie), KAB-Gebietsleiter Roman Fröhlich, KAB-Diözesanreferentin Margarete Bliem, Pfarrer Josef Zemliczka, KBW-Leiterin Annemarie Verra
 

Die Diakonie, Welthaus und die KAB der Diözese haben zusammen das Kochen für Flüchtlinge in der Dompfarre organisiert. Es kamen fast 50 Erwachsenen und 15 Kinder aus fünf verschiedenen Ländern. Aus Syrien, Afghanistan, Tschetschenien, Iran und Serbien. Einige interessierte Österreicher kamen auch vorbei.
Bischof Küng und Dompfarrer Burmettler haben uns ebenfalls besucht. Es wurden köstliche Gerichte gemeinsam hergestellt und dann die Speisen erklärt und anschließend alles genüsslich verspeist.
Das bunte Miteinander der verschiedenen Nationen war für uns alle sehr bereichernd.
Wir erfuhren auch so manches Flüchtlingsschicksal. Nächstes Jahr wollen wieder so eine Veranstaltung machen und hoffen aber, dass sich die Situation der Flüchtlinge bis dahin verbessert.

 

Unter diesem Thema standen die diesjährigen Gebietsgespräche der Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel und der KAB Diözese St Pölten.

Seit fast zwei Jahren beherbergt Heidenreichstein Asylweberinnen und Asylwerber, Flüchtlinge aus den verschiedensten Ländern. Was bedeutet es auf der Flucht zu sein, die Heimat verlieren, die Freunde, die Familie? Dieser Frage gingen am 30. Jänner 2015 zahlreiche Menschen bei den Gebietsgesprächen der Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel und der Katholischen ArbeiterInnen Bewegung Diözese St. Pölten nach.

 
Der Stall von Bethlehem ist überall - auch bei uns

„… weil in der Herberge kein Platz für sie war ...“ – so erzählt der Evangelist Lukas von der Geburt des Jesuskindes in Betlehem. Josef und Maria mussten Vorlieb nehmen mit einem Wirtschaftsgebäude (Stall) auf  den Hirtenfeldern bei Betlehem. Daher waren die bodenständigen Hirten auch die ersten, die von der Geburt des Messias erfahren haben: „sie eilten hin, um das Ereignis zu sehen, das ihnen der Herr verkünden ließ“ (Lk 2, 16). Jesus selber blieb während seines Lebens und Wirkens bodenständig,aber an keinen Platz gebunden. Er hat sich in seiner Botschaft und seinem Verhalten mit denen solidarisiert, die auf der Suche nach Heimat und Geborgenheit waren: „Ich war fremd und heimatlos, und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt25,35).

 

Seit Sommer 2013 finden AsylwerberInnen Heimat in Heidenreichstein.Betreut werden sie von der Fa. SLC und der Diakonie. Sie sind in Wohnungen untergebracht - einzelne Familien oder Männergruppen zu viert, zu fünft. Diese Wohnung bezahlt die Firma inklusive Heizung und Wasser plus Toilettenartikel und Waschpulver. Jeder bekommt 5,50 Euro pro Tag.

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